Eine Ölmühle auf Mallorca besuchen: Was Sie bei einer Besichtigung mit Olivenölverkostung erwartet

Besucher bei einer Olivenölverkostung in einer Ölmühle auf Mallorca

Eine Ölmühle auf Mallorca besuchen: Was Sie bei einer Besichtigung mit Olivenölverkostung erwartet

Bei einem Besuch einer Ölmühle auf Mallorca erfahren Sie, wie Oliven angebaut werden, wie Olivenöl gewonnen wird und wie sich seine Aromen und Geschmacksnoten bei einer Verkostung unterscheiden lassen.

Das Erlebnis umfasst in der Regel Erklärungen zum Olivenhain, eine Führung durch die Anlagen und eine kommentierte Verkostung. Der genaue Ablauf hängt vom jeweiligen Landgut, von der Jahreszeit und davon ab, ob sich die Ölmühle gerade in der Erntesaison befindet.

Was ist eine Ölmühle?

Eine Ölmühle ist eine Anlage, in der Oliven zu Olivenöl verarbeitet werden.

Auf Mallorca wird auch das katalanische Wort Tafona verwendet, insbesondere wenn von traditionellen Anlagen oder der historischen Olivenölkultur der Insel die Rede ist.

In einer modernen Ölmühle durchlaufen die Oliven verschiedene Phasen: Annahme und Reinigung, Mahlen, Kneten der Olivenpaste, Extraktion, Trennung, Lagerung und Abfüllung.

Bei einem Besuch von Son Mesquidassa werden alle Prozesse erklärt: von der Annahme der Oliven über das Mahlen, die Extraktion und die Lagerung bis zur Abfüllung.

Was lernt man bei einer Besichtigung?

Die Besichtigung macht deutlich, dass Olivenöl nicht erst in der Flasche entsteht.

Bevor die Oliven die Ölmühle erreichen, spielen die Olivensorte, der Zustand der Früchte, der Erntezeitpunkt, der Transport und die Zeit bis zum Mahlen eine wichtige Rolle.

In den Anlagen wird erklärt, wie das Öl durch mechanische Verfahren gewonnen und bis zur Abfüllung gelagert wird.

Außerdem wird verständlich, warum zwei Öle unterschiedliche Geschmacksprofile besitzen können, obwohl beide als natives Olivenöl extra eingestuft sind.

Wird auch der Olivenhain besichtigt?

Das hängt vom gebuchten Erlebnis, vom Wetter und von der Jahreszeit ab.

Einige Besichtigungen umfassen einen Rundgang im Freien, bei dem die Bäume, die Anbaumethoden und die Besonderheiten des Landguts vorgestellt werden. Andere konzentrieren sich auf die Ölmühle und den Verkostungsraum.

Son Mesquidassa befindet sich in Felanitx. Die Plantage wird als ein großes Meer aus Olivenbäumen beschrieben. Während der Besichtigungen werden sowohl der Anbau und die Eigenschaften der Bäume als auch der Herstellungsprozess erläutert.

Was geschieht während der Olivenernte?

Die Erntesaison ist der Zeitraum, in dem die Oliven geerntet und zur Verarbeitung in die Ölmühle gebracht werden.

In diesen Tagen herrscht besonders viel Betrieb und der Prozess lässt sich auf sehr unmittelbare Weise nachvollziehen. Gleichzeitig ist dies eine intensive Arbeitsphase, weshalb sich die Bedingungen für Besichtigungen ändern können.

Es sollte nicht davon ausgegangen werden, dass bei jeder Besichtigung alle Maschinen in Betrieb sind. Die Produktion hängt vom Erntekalender, von der Menge der angelieferten Oliven und von der Organisation der jeweiligen Ölmühle ab.

Es empfiehlt sich, vorab nachzufragen, welche Bereiche am gewählten Termin besichtigt werden können.

Wie läuft eine Olivenölverkostung ab?

Bei einer Verkostung werden die Aromen und Geschmacksnoten verschiedener Olivenöle strukturiert wahrgenommen und miteinander verglichen.

Zunächst wird auf das Aroma geachtet. Anschließend wird eine kleine Menge probiert und es werden Eigenschaften wie Fruchtigkeit, Bitterkeit, Schärfe und Nachklang bestimmt.

Bitterkeit und Schärfe sind nicht automatisch Fehler. Sie gehören zu den Eigenschaften, die bei nativen Olivenölen bewertet werden, und können unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Die europäische Gesetzgebung sieht eine spezifische sensorische Bewertung durch geschulte Verkostungspanels vor.

Zeigt die Farbe, ob ein Olivenöl besser ist?

Nein.

Ein sehr grünes Olivenöl kann intensiver wirken, doch die Farbe allein reicht nicht aus, um seine Qualität zu beurteilen. Bei professionellen Verkostungen werden gefärbte Gläser verwendet, damit das optische Erscheinungsbild die Bewertung nicht beeinflusst.

Bei einem touristischen Erlebnis wird die Farbe häufig betrachtet, da sie zur Attraktivität des Produkts gehört. Die Bewertung sollte sich jedoch hauptsächlich auf Aroma und Geschmack stützen.

Welche Aromen können auftreten?

Je nach Olivenöl können unter anderem folgende Aromen wahrgenommen werden:

  • Frisch geschnittenes Gras.
  • Olivenblätter.
  • Tomate.
  • Mandel.
  • Apfel.
  • Banane.
  • Aromatische Kräuter.
  • Reife Früchte.

Nicht alle Teilnehmer müssen exakt dieselben Aromen erkennen. Eine Verkostung ist weder eine Prüfung noch ein Wettbewerb darum, wer zuerst Artischocke im Glas entdeckt.

Wichtig ist, unterschiedliche Intensitäten wahrzunehmen und herauszufinden, welche Geschmacksprofile den persönlichen Vorlieben entsprechen.

Muss man sich vor dem Besuch mit Olivenöl auskennen?

Nein.

Eine Besichtigung richtet sich gerade an Menschen, die mehr über Olivenöl erfahren möchten. Der Guide erklärt den Herstellungsprozess und begleitet die Verkostung.

Vor der Verkostung sollten intensive Parfums vermieden werden, da sie die Wahrnehmung der Aromen beeinträchtigen können. Es ist außerdem ratsam, unmittelbar davor nicht zu rauchen, keinen Kaffee zu trinken und keine sehr intensiv schmeckenden Lebensmittel zu essen.

Wie lange dauert eine Besichtigung?

Die Dauer hängt vom Rundgang, von der Gruppengröße und von den enthaltenen Verkostungen ab.

Ein Erlebnis, das sich auf die Ölmühle und die Verkostung konzentriert, kann kürzer sein als ein Besuch, der zusätzlich den Olivenhain, Rundgänge über das Landgut oder eine gastronomische Verkostung umfasst.

Vor der Buchung sollte die vorgesehene Dauer geprüft werden, damit sich der restliche Tagesablauf ohne Zeitdruck planen lässt.

Kann man eine Ölmühle mit Kindern besuchen?

Viele Besichtigungen können für Familien interessant sein, insbesondere wenn Kinder die Bäume, die Oliven und die Maschinen sehen können.

Folgende Punkte sollten jedoch vorab geklärt werden:

  • Empfohlenes Mindestalter.
  • Dauer der Erklärungen.
  • Barrierefreiheit.
  • Sicherheitsregeln.
  • Möglichkeit, die Verkostung anzupassen.
  • Vorhandensein von Außenbereichen.

Der Teil über Landwirtschaft und Herstellung kann für Kinder interessanter sein als eine zu technisch ausgerichtete Verkostung.

Ist eine Reservierung erforderlich?

Eine Reservierung ist empfehlenswert.

Ölmühlen sind Produktionsstätten und nicht immer als touristische Einrichtungen mit durchgehendem Zugang geöffnet. Durch eine Reservierung lassen sich Uhrzeit, Sprache, Teilnehmerzahl und Inhalt des Erlebnisses bestätigen.

Auf der aktuellen Seite von Son Mesquidassa wird angegeben, dass der Besuch mit einem Video über den Produktionsprozess beginnt und anschließend mit dem Rundgang und der Olivenölverkostung fortgesetzt wird.

Was kann man nach der Besichtigung kaufen?

Viele Ölmühlen verfügen über ein Geschäft oder bieten einen Direktverkauf an.

Nach einer Verkostung fällt es leichter, ein Olivenöl entsprechend dem vorgesehenen Verwendungszweck auszuwählen: für Salate, Fisch, Gemüse, Brot, die tägliche Küche oder als Geschenk.

Son Mesquidassa verfügt über einen Onlineshop für Olivenöle und gastronomische Produkte sowie über einen Verkauf direkt auf dem Landgut.

Ein Erlebnis, das den Inhalt der Flasche verständlich macht

Wir verwenden Olivenöl so häufig, dass wir ihm leicht keine besondere Aufmerksamkeit mehr schenken.

Der Besuch einer Ölmühle gibt dem Produkt seinen Zusammenhang zurück. Man sieht die Bäume, versteht die landwirtschaftliche Arbeit, verfolgt den Herstellungsprozess und entdeckt, dass Aroma, Bitterkeit und Schärfe nicht zufällig entstehen.

Son Mesquidassa bietet Besichtigungen seines Landguts und seiner Ölmühle in Felanitx an. Dabei können Besucher den Herstellungsprozess kennenlernen und an einer Verkostung der eigenen Olivenöle teilnehmen.

Aktuelle Informationen und die Möglichkeit zur Reservierungsanfrage finden Sie auf der Seite über die Besichtigungen und Olivenölverkostungen bei Son Mesquidassa.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen einer Almazara und einer Tafona?

Almazara ist die im Spanischen gebräuchliche Bezeichnung. Tafona ist das katalanische und auf Mallorca verwendete Wort für den Ort, an dem Olivenöl hergestellt wird.

Kann man eine Ölmühle das ganze Jahr über besuchen?

Einige Ölmühlen bieten das ganze Jahr über Besichtigungen an, der Inhalt kann jedoch variieren. Die Maschinen sind nur in Betrieb, wenn Oliven verarbeitet werden.

Wann werden die Oliven auf Mallorca geerntet?

Die Ernte findet normalerweise hauptsächlich im Herbst statt. Die genauen Termine hängen jedoch von der Olivensorte, dem Reifegrad, den Wetterbedingungen und den Entscheidungen des jeweiligen Produzenten ab.

Ist bei der Verkostung auch Essen enthalten?

Das hängt vom gebuchten Erlebnis ab. Manche Angebote umfassen ausschließlich Olivenöl, andere zusätzlich Brot, regionale Produkte oder eine umfangreichere Verkostung. Dies sollte bei der Reservierung bestätigt werden.

Kann man Olivenöl direkt in der Ölmühle kaufen?

Viele Ölmühlen bieten einen Direktverkauf an. Informieren Sie sich über die Bedingungen und die verfügbaren Flaschengrößen.

In welchen Sprachen werden die Besichtigungen angeboten?

Das hängt vom jeweiligen Betrieb und vom Termin ab. Die gewünschte Sprache sollte bei der Reservierung angegeben werden.

Wo befindet sich Son Mesquidassa?

Son Mesquidassa befindet sich am Camí de Son Mesquida in der Gemeinde Felanitx auf Mallorca.